Bewilligungsbescheid

Gemeinde Kreuzau in die Städtebauförderung aufgenommen

Bürgermeister Ingo Eßer erhält Bewilligungsbescheid über 516.000 € von Regierungspräsidentin Gisela Walsken

 

„Für Kreuzau handelt sich um eine wirklich sehr bedeutsame Größenordnung zur Ermöglichung einer weiteren positiven Gemeindeentwicklung. Die Umsetzung des Masterplans kann nun beginnen“, freut sich Bürgermeister Ingo Eßer. Aus Händen der Regierungspräsidentin Gisela Walsken nahm der erste Bürger der Gemeinde freudestrahlend die Bestätigung in Empfang, in das Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren“ aufgenommen worden zu sein.

 

Insgesamt hat die Gemeinde Kreuzau ca. 6,4 Mio. € zuwendungsfähige Ausgaben für die nächsten 6 Jahre beantragt. Mit der für das Programmjahr 2018 nunmehr bewilligten Teilsumme i.H.v. 516.000 € können die durchgeführten Vorbereitungsmaßnahmen in die konkrete Umsetzungsphase überführt werden. „Und es besteht nach dieser Einstiegsförderung die Hoffnung“, so Eßer, „dass die Gemeinde auch in den folgenden Jahren Fördermittel aus dem Programm für die Umsetzung der weiteren Elemente des Masterplans erhält.“

 

Regierungspräsidentin Gisela Walsken ließ bei der Übergabe erkennen, dass Städte und Gemeinden einem steten Wandel unterliegen, der aktiv gestaltet werden will. Die Städtebauförderung 2018 konzentriert sich auf die Entwicklung einer klaren Zukunftsperspektive für die Menschen.

 

Mit viel Begeisterung hatte sich die Kreuzauer Bevölkerung in den Jahren 2016 und 2017 in die Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes, kurz Masterplan genannt, zur städtebaulichen Entwicklung eingebracht. Bei der Erstellung wurde die Gemeinde vom Planungsbüro MWM aus Aachen unterstützt. Die Bürger/-innen hatten im Plan festgelegt, wie man erkannte Defizite beseitigen und Kreuzau noch schöner und lebenswerter machen und wirtschaftlich weiter entwickeln möchte. Ziel ist die Steigerung der Attraktivität des Zentralortes Kreuzau. Aus dem Aufstellungsprozess mit zahlreichen Foren und Gesprächen mit örtlichen Akteuren wie der Kreuzauer Interessengemeinschaft, privaten Grundstückseigentümern und Behörden sowie Diskussionen und Beratungen in den politischen Gremien ist hervorgegangen, dass Kreuzau keine flächendeckende Umgestaltung benötigt. Stattdessen sollen punktuelle Maßnahmen im Ort für eine Verbesserung der Lebensbedingungen führen. Vorhandene Potenziale sollen besser zur Geltung kommen und aufeinander abgestimmt werden. So ist der nun vorliegende Masterplan ein Produkt aus den vielen Ideen aus den verschiedensten Blickwinkeln der in Kreuzau lebenden, arbeitenden und sich versorgenden Menschen. Im Dezember 2017 wurde dann nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates ein umfangreicher Förderantrag auf Aufnahme ins Städtebauförderprogramm von Bund und Land gestellt.

 

Damit stellt sich die Gemeinde Kreuzau den Auswirkungen des Strukturwandels im Einzelhandel, dem demographischen Wandel und dem steigenden Wettbewerbsdruck. Daneben steht Kreuzau vor städtebaulichen und infrastrukturellen Herausforderungen, die einer übergeordneten Steuerung bedürfen. Die geplanten Maßnahmen im Masterplan sehen neben der Förderung des öffentlichen Raums auch eine Aufwertung der privaten Grundstücke vor. Private können im Rahmen des Masterplans Fördergelder zur äußerlichen Aufwertung Ihrer Immobilien nach bestimmten Gestaltungspunkten erhalten, z.B. über ein sog. „Haus- und Hofprogramm“.

 

Beispielhaft seien einige der wesentliche Maßnahmen aus dem Masterplan genannt:

- Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch Anlegung eines multifunktional nutzbaren, zentralen Platzes;

- Die energetische Sanierung und Barrierefreiheit des Hauses der Kreuzauer Ortsvereine (Festhalle und Hans-Hoesch-Stiftung);

- Eine Verbesserung der Nahversorgungssituation (insbesondere die Ansiedlung eines Drogeriemarktes) für das gesamte Gemeindegebiet;

- Reduzierung von Verkehrsbehinderungen, insbesondere die des Schwerlastverkehrs;

- Nutzbarmachung von Naherholungspotenzialen, z.B. durch Aufwertung des Spielplatzes am Spich (Tuchbleiche), die Aufwertung der Bereiche an der Rur und der Mühlenteiche;

- Die Nutzung von brachliegenden oder nur wenig genutzten Flächenpotenzialen im Zentralort;

- Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum im Zentralort.

 

Weitere Informationen zum Masterplan unter www.kreuzau.de/masterplan.

 

 

 
Städtebauförderung

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