zur ordnungsgemäßen Hundehaltung im Gemeindegebiet Kreuzau

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

 

nachfolgend möchte ich Sie über einige wesentliche Verpflichtungen in Bezug auf die Haltung von Hunden im Gemeindegebiet Kreuzau informieren, um möglichen rechtlichen Unsicherheiten entgegenzuwirken und Sie im Umgang mit Ihren Mitmenschen, speziell wenn es um das Anleinen und die Beseitigung von Hinterlassenschaften Ihres Hundes geht, zu sensibilisieren.

 

Vorschriften des Landeshundegesetzes Nordrhein-Westfalen (LHundG NRW)

 

Bei der Haltung eines Hundes im Sinne des § 11 Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalen („große Hunde“) ist folgendes zu beachten:

 

  1. Die Haltung eines Hundes, der ausgewachsen eine Widerristhöhe von min. 40 cm oder ein Gewicht von min. 20 kg erreicht, ist von der Halterin oder vom Halter umgehend gegenüber der zuständigen Ordnungsbehörde anzuzeigen. Einen entsprechenden Vordruck „Halteranzeige“ finden Sie auf der Homepage der Gemeinde Kreuzau oder im Rathaus beim Ordnungsamt.
  2. Als Voraussetzung zur Haltung eines großen Hundes sind von der Hundehalterin oder vom Hundehalter gemäß § 11 Abs. 2 LHundG NRW folgende Nachweise zu erbringen.: -Sachkundenachweis,- Nachweis einer Kennzeichnung des Hundes mittels Mikrochip,-Nachweis einer aktuellen Haftpflichtversicherung für die Haltung des Hundes.
  3. Große Hunde sind außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im  Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen. 

 

Hinweis zur Anleinpflichten für Hunde

 

Auch wenn es viele verantwortungsvolle Hundehalterinnen und Hundehalter in unserer Gemeinde gibt, werden doch gelegentlich beim Ordnungsamt Beschwerden darüber geführt, dass sich einige über die bestehenden Anleinpflichten hinwegsetzen.

 

Ergänzend zu den bereits im LHundG NRW geregelten Anleinpflichten schreibt die Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Gemeinde Kreuzau (§ 5 Abs. 1) eine generelle Anleinpflicht für Hunde auf Verkehrsflächen und in Anlagen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile vor. Somit sind innerhalb der Ortslage generell alle Hunde an der Leine zu führen.

 

Außerhalb der Ortslage können sich zudem weitere Anleinpflichten aus spezialgesetzlichen Vorschriften ergeben. So dürfen z.B. Hunde in Waldgebieten aufgrund des Landesforstgesetzes lediglich auf den Wegen ohne Leine laufen; abseits der Wege besteht eine Anleinpflicht. In Naturschutzgebieten dürfen Hunde generell nur angeleint und auf den vorhandenen Wegen ausgeführt werden.

 

 

 

 

Verunreinigungen durch Hundekot

 

Bedauerlicherweise gehen bei mir immer wieder Beschwerden über Verunreinigungen öffentlicher Flächen durch Hundekot ein. Teilweise wird auch berichtet, dass Hunde ihre Notdurft in den Vorgärten von fremden Privatgrundstücken verrichtet haben, ohne dass sich der Hundehalter/die Hundehalterin um die Beseitigung des Hundekotes gekümmert hat.

 

Besonders beliebte „Hunde-Örtchen“ für Gassi-Geher/-innen sind offenbar die Grünflächen entlang von unbefestigten Wegen, die von den Bauhofmitarbeitern und Anwohnern während des gesamten Jahres gepflegt werden. Aber auch unbebaute Privatgrundstücke in den Ortslagen werden gerne und ungeniert als Hundeklo „missbraucht“.

Hundekot

Verschmutzungen durch Hundekot sind unschön, ärgerlich und belästigen die Bevölkerung.

 

Jeder, der anderen aufbürdet, die Hinterlassenschaften eines fremden Hundes entfernen zu müssen, sollte sich die Frage stellen, wie man selbst reagieren würde, wenn dies immer wieder vorkommt. Dies gilt insbesondere, weil es überall bei Hundebesitzern besonders beliebte Strecken gibt, die gleich mehrmals am Tag begangen werden.

 

Insbesondere dort, wo Kinder spielen, sind Verunreinigungen durch Hundekot aber nicht nur ärgerlich, sondern möglicherweise sogar gesundheitsschädlich. Der Hundekot stellt nach Expertenmeinung eine nicht zu unterschätzende Infektionsquelle dar. Die Übertragung von Salmonellen, Hundewürmern, Hakenwürmern oder Bandwürmern ist möglich.

 

Nehmen Sie bitte beim Gassi-Gehen eine Tüte mit, um damit die Hinterlassenschaft Ihres Hundes einzusammeln und ordnungsgemäß im Restmüll zu entsorgen.

 

Mit dieser Bereitschaft tragen Sie dazu bei, unser Gemeindegebiet sauber zu halten und erfreuen zudem auch Ihre Mitmenschen.

 

Ich möchte Sie als verantwortungsvolle Hundehalterinnen und Hundehalter bitten, sich entsprechend der aufgeführten gesetzlichen Grundlagen einmal selbstkritisch zu hinterfragen und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, Ihr zukünftiges Verhalten beim Ausführen von Hunden in der Öffentlichkeit entsprechend zu überdenken.

 

 

 

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