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Gemeinde Kreuzau

Rasches Handeln rettet Leben

Frei zugängliche Defibrillatoren in der Gemeinde Kreuzau angebracht

In Deutschland sterben pro Jahr 60.000 Menschen an einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Eine der häufigsten Todesursachen ist der plötzliche Herztod. Dieser kann nur verhindert werden, wenn innerhalb der ersten Minuten Hilfe eintrifft. Statistisch gesehen erfolgen die meisten Herz-Kreislauf-Stillstände in den Nachtstunden.

Im vergangenen Jahr stellte Dr. Detlef Struck, Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Düren, das Projekt „ Region Aachen rettet (Öffnet in einem neuen Tab)“ vor. Diese Initiative zur Verbesserung der Erstrettung von Notfällen macht sich für eine schnellere Erstrettung von Notfallpatienten stark. Ihr Herzstück ist ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem (CORHELPER), das im Falle eines Notfalls qualifizierte Ersthelfer*innen alarmiert und zum Patienten hin navigiert. So können noch vor dem Eintreffen des Notarztes lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden.

Einer der zwei frei zugänglichen Defibrillatoren hängt am Gebäude der Grundschule Drove.

Erforderlich ist hierfür jedoch auch ein Netz von öffentlich und jederzeit zugänglichen Defibrillatoren. Nach Analyse vorhandener Gerätestandorte im Gemeindegebiet (öffentlicher Bereich, Ärzte, Banken, weitere Firmen) und strategischer Auswertung der bereits vorhandenen Geräte in Verbindung mit den tatsächlichen Einsatzorten des Rettungsdienstes wurden jüngst in Drove und Obermaubach zusätzliche Standorte für die lebensrettenden Defibrillatoren eingerichtet.

Aus der Politik angeregt hatte der Gemeinderat bereits frühzeitig Mittel vorgesehen, so dass sehr schnell die erforderlichen Geräte angeschafft werden konnten. Finanziell unterstützt wurde die Anschaffung zudem durch den Lions Club Kreuzau-Rureifel, die Firma Windenergie Kreuzau GmbH & Co. KG. sowie die Firma REA GmbH Management aus Düren. Dank dieser finanziellen Hilfe konnten speziell für den Außenbereich geeignete Defibrillatoren beschafft werden, welche in beleuchteten, beheizbaren, wasser-, staub- und UV-Licht-geschützten Außenkästen untergebracht sind.

Damit stehen in der Gemeinde Kreuzau zwei weitere Geräte rund um die Uhr zur Verfügung, um im Notfall ein schnelles Eingreifen durch einen Ersthelfer gewährleisten zu können und Leben zu retten. Ziel ist es, Zug um Zug mehr Geräte zum jederzeitigen Zugriff in den Außenbereich zu verlagern und alle Ortsteile mit (mehr) Defibrillatoren auszustatten.

v.l. Gabriele Bröcker. Johanna Lehmann, Jean Stollenwerk, Tanja Kupferschläger, Bürgermeister Ingo Eßer, Dr. Detlef Struck, Susanne Helten-Hensch

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