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Gemeinde Kreuzau

Spielplätze im Gemeindegebiet sollen an Attraktivität und Aufenthaltsqualität gewinnen

Ideenwerkstatt zur Gestaltung des Spielplatzes „Am Stadion“ durchgeführt – Ausbauplanung vorgestellt

„Die Spielplätze im Gemeindegebiet sollen in den nächsten Jahren Zug um Zug an Attraktivität und Aufenthaltsqualität gewinnen,“ zitiert Bürgermeister Ingo Eßer eine der Kernbotschaften des im vergangenen Jahr von Gemeinderat und Verwaltung erarbeiteten Spielplatzentwicklungskonzeptes. 

Als erstes Projekt rückte nunmehr der Spielplatz „Am Stadion“ in den Fokus der Betrachtung. Im Rahmen einer Ideenwerkstatt war die interessierte Öffentlichkeit zur Mitwirkung über die künftige Gestaltung des im Südosten der Ortslage von Kreuzau befindlichen Spielplatzes eingeladen. Trotz starker Regenfälle und Gewitter bis kurz vor Veranstaltungsbeginn sind rund 20 Personen, darunter Erwachsene, Kinder und Jugendliche vor Ort gewesen, um ihre Anregungen und Ideen vorzutragen.

Beigeordneter Reinhard Theisen begrüßte die Teilnehmer in Vertretung von Bürgermeister Ingo Eßer und betonte, dass der Gemeinderat mit dem Spielplatzentwicklungskonzept Kategorien und Kriterien festgelegt hat, die als Handlungsleitfaden für die künftige Gestaltung und Entwicklung der Spielplätze dienen soll. Zudem hat der Gemeinderat das Budget für die Spielplätze in diesem Jahr auf 60.000,00 Euro verdoppelt. Alle diese Entscheidungen seien fraktionsübergreifend mit großer Zustimmung getroffen worden. 

Das Spielplatzentwicklungskonzept sieht 3 Kategorien von Spielplätzen im Gemeindegebiet vor, nämlich:

1. Premiumspielpätze, die eine zentrale Funktion für das gesamte Gemeindegebiet haben und spezifische Gesichtspunkte (z.B. Natur, Fels, Wasser, Mehrgeneration, Sportgeräte) aufgreifen. Sie sollen Spiel, Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Altersgruppen umfassen und sind auf Erlebnis- und Betätigungsdrang sowie auf altersspezifische Kommunikationsbedürfnisse ausgerichtet. Gleichzeitig stellen sie die Versorgung als Nachbarschafts- oder Ortsteilspielplatz dar. Im Gemeindegebiet sind das die drei Spielplätze Auf der Tuchbleiche (Kreuzau), An der Motte (Stockheim) und der Generationenspielplatz am Ruruferradweg (Schlagstein) 

2. Ortsteilspielplätze (für Kinder u. Jugendliche bis 14 Jahren), die eine zentrale Funktion für einen Ortsteil wahrnehmen und Spiel, Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Altersgruppen umfassen. Diese sind auf Erlebnis- und Betätigungsdrang sowie auf altersspezifische Kommunikationsbedürfnisse ausgerichtet. Die Ausstattung besteht grundsätzlich aus einem erweiterten Angebot an größeren Spielgeräten oder Spielkombinationen für alle Altersgruppen, welche den Spielbedürfnissen des Erlebnis- und Bewegungsdrangs gerecht werden sowie entsprechenden Sitz- und Aufenthaltselementen. 

3. Nachbarschaftsspielplätze (für Kinder bis 9 Jahren), die im Nahbereich vorgehalten werden und sich schwerpunktmäßig an Klein- und Grundschulkinder richten. Neben Sitz- und Aufenthaltselementen soll sich das Spielgeräteangebot hierbei auf die Grundspielarten Klettern, Rutschen, Schaukeln, Bewegung und Sandspiel konzentrieren.  Solche Nachbarschaftsspielplätze sind im Ortsteil Kreuzau die Spielplätze Frohbenden, Landrat-Kaptain-Straße, Reitersweg und Stockheimer Weg.   

Herr Abteilungsleiter Hans-Jürgen Wolfram erläuterte den Anwesenden die Entscheidungskriterien, die dazu geführt haben, den Spielplatz „Am Stadion“ als Ortsteilspielplatz vorzusehen. Dies waren, die Größe der Spielfläche, deren Lage und die räumliche Nähe zum künftigen Baugebiet „Erweiterung Kreuzau Süd“. Zudem sehe der Spielplatzentwicklungsplan keine Schließung von Spielplätzen vor.

Um ein Meinungsbild aus der Öffentlichkeit einzuholen, hatte die Verwaltung vorab die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Onlinebefragung eröffnet. Wegen des geringen Rücklaufs sollen diese Bemühungen nochmals intensiviert werden, um ein möglichst breites Meinungsbild zu erreichen.

Eine erste Ausbauplanung für die Gestaltung des Spielplatzes „Am Stadion“ wurde vorgestellt, welche eine dreiteilige Zonierung für Kleinkinder, ältere Kinder und einen Rückzugsbereich vorzieht. Anschließend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit den vorgestellten Plänen näher zu beschäftigen, favorisierte Spielgeräte auszuwählen und Anregungen und Bedenken vorzutragen. Dabei wurde unter anderem angeregt, abweichend von den bisherigen Überlegungen, den Spielplatz Frohbenden als Ortsteilspielplatz vorzusehen und dort eine Spielkombination für größere Kinder vorzusehen, weil der Spielplatz „Am Stadion“ aufgrund seiner abgeschiedenen Lage und der Nähe zur Straße und des Wassergrabens und der fehlenden sicheren Einfriedung nicht geeignet sei, Kinder und Jugendliche ohne Aufsicht von Erwachsenen dort spielen zu lassen. Vielmehr bevorzugen sie die Variante diesen Spielplatz als Kleinkinderspielplatz mit Aufenthaltsflächen für Begleitpersonen zu ertüchtigen. Andere Anwesende favorisierten doch eher die Errichtung eines Ortsteilspielplatzes mit den im Spielplatzentwicklungskonzepts vorgesehenen Ausstattungsmerkmalen.

Die Verwaltung wird die politischen Gremien über die gewonnenen Erkenntnisse informieren.

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