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Gemeinde Kreuzau

JA! Jung trifft Alt

– eine neue, generationenübergreifende Gesprächsserie in der Gemeinde Kreuzau

A“ wie Ausbildung ist das Thema der ersten Treffen und Inhalt der Interviews zwischen Jugendlichen und Senioren, die zukünftig im Austausch bleiben wollen, um ihre Lebenswelten zu vergleichen.  

War die Suche nach einer Ausbildungsstelle und das Arbeitsleben der heutigen Senioren einfacher? 

Oder doch schwerer?

Wie haben sie ihre Jugend gemeistert – und haben sie sich schon einmal vorurteilsfrei mit der Lebenswelt der jungen Menschen von heute beschäftigt?

Was wissen sie voneinander?

Gibt es Gemeinsamkeiten, Verständnis füreinander, ein Miteinander auf Gegenseitigkeit und Augenhöhe?

Die Jugendberatungsstelle Kreuzau, die Offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Kreuzau und die Generationenbeauftragte entwickelten ein Projekt, um einen Austausch zu fördern. Erste Treffen mit interessierten Jugendlichen und Senioren – unter den derzeitigen Corona-Schutzmaßnahmen nur im kleinen Kreis – wurden im Jugendtreff Kreuzau organisiert.

Da auch weiterhin interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Gemeindeverwaltung Kreuzau anrufen, die aus ihrer Arbeitswelt und den Lehrjahren erzählen möchten aber auch neugierig auf die Geschichten der jungen Menschen sind, wird es eine Serie von Interviews geben. Der Anfang ist gemacht.


Die Jugendberatungsstelle des Sozialwerks Dürener Christen ist eine offene Beratungs- und Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 26 Jahren im Südkreis Düren, die Beratung und Begleitung beim Übergang in das Berufsleben benötigen. Die pädagogischen Fachkräfte sind Ansprechpartner für Jugendliche und ihre individuellen Problemlagen. 

Die Jugendberatungsstelle wird im Rahmen des Programms „Jugend stärken im Quartier“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI), den Europäischen Sozialfond und den Kreis Düren gefördert.

Kontakt: 

Hauptstr. 37

52372 Kreuzau

Tel.: 02422-9598790 (AB)

Die Jugendberatungsstelle arbeitet eng vernetzt und kooperativ mit der Jugendbetreuerin der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Kreuzau – Lisa Palm – zusammen.

Kontakt:

Bahnhofstr. 7

52372 Kreuzau

Tel.: 0176-10181088


Bei Alfred Laufenberg aus Kreuzau-Drove stellt sich die Frage, wo der Lebensabschnitt als Senior eigentlich beginnt. Mit 62 Jahren steht er noch lange nicht am Ende seiner Pläne und Vorstellungen. 

Seit kurzem trainiert Laufenberg Jugendliche zwischen sieben und vierzehn Jahren beim TurnClub 1889 Kreuzau e.V. im Volleyball, einer Passion, der er bereits nachging, als er noch die Realschule Kreuzau besuchte.

Als Volleyballtrainer finanzierte er sein Studium zum Maschinenbauingenieur, sein Berufsweg führte ihn von Kreuzau über Jülich in den Schwarzwald und letztendlich zurück „nach Hause“.

Jugendlichen wünscht Alfred Laufenberg, dass sie Spaß am Leben haben, „wie wir ihn früher hatten“. Als Lebensweisheit gibt er den jungen Leuten mit, „dranbleiben, eigene Erfahrungen machen und in der Unterhaltung bleiben, die Menschlichkeit darf nicht zu kurz kommen und der direkte Kontakt ist wichtig“.

Dranbleiben will auch Sebastian Reitz. Der 21-jährige Kreuzauer besuchte die Realschule Kreuzau und ist mit dem Fachabitur am Berufskolleg Kaufmännische Schulen des Kreises Düren „auf dem Weg zu seinem Wunschberuf“, wie er sagt. In zwei Jahren will er sein Staatsexamen als Physiotherapeut ablegen. Die Vision einer eigenen Praxis in Kreuzau motiviert den jungen Mann. Seine Eltern und ihr Lebensweg sind ein Vorbild, dass sich persönlicher Einsatz lohnen kann. 

An älteren Menschen fasziniert ihn vor allem deren Menschenkenntnis, „eine Begabung, die man nicht in der Schule lernt“. Auch Reitz ist der persönliche Kontakt wichtig, ein Austausch zwischen Jung und Alt, wo jeder seine Stärken einbringen kann.

Kennen- und schätzen gelernt haben sich Laufenberg und Reitz als es galt, einen Schrank für den Jugendraum Kreuzau zu bauen. An Lisa Palm, Diplom- Sozialpädagogin der Gemeinde Kreuzau schätzt Alfred Laufenberg vor allem, dass sie „den persönlichen Kontakt sucht und ehrenamtliches Engagement von Selbstdarstellung zu unterscheiden weiß“.

Der Anfrage nach handwerklicher Unterstützung kamen beide gerne nach, sie ergänzten sich in ihrem Geschick und hatten gemeinsam viel Spaß, die selbstbestimmte Rollenverteilung war gut gewählt. 

Grundsätzlich können sie sich auch zukünftig generationenübergreifende Projekte in Kreuzau vorstellen.

Alfred Laufenberg und Sebastian Reitz sind überzeugt, dass man an Aufgaben und Zielen zusammenwachsen kann, wenn jeder seine Stärken einbringt.

JA! 

„Weiterhin bleiben wir miteinander im Gespräch, verknüpfen Jung und Alt, fördern das Ehrenamt und nutzen die Stärken jedes Einzelnen“, so fasst Monika Paillon, Generationenbeauftragte der Gemeinde Kreuzau, die Ziele und Pläne der Kooperationspartner zusammen. Fortsetzung folgt!

 

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