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Gemeinde Kreuzau

Informationen für Hundehalter

Wir haben Ihnen die wichtigsten Daten rund um das Thema "Hundehaltung" zusammengefasst

Hundehalter sind verpflichtet ihren Hund unverzüglich steuerlich anzumelden. Wenn es sich um große Hunde (> 20 kg Gewicht / > 40 cm Widerristhöhe) handelt, besteht zusätzlich die Pflicht, den Hund ordnungsbehördlich registrieren zu lassen.

Steuerliche Anmeldung eines Hundes

Gegenstand der Steuer ist das Halten von Hunden im Gemeindegebiet. Steuerpflichtig ist die Hundehalterin/der Hundehalter. Hundehalter ist, wer einen Hund oder mehrere Hunde im eigenen Interesse oder im Interesse seiner Haushaltsangehörigen zum Zwecke der persönlichen Lebensführung in ihren beziehungsweise seinem Haushalt aufgenommen hat. Alle in einem Haushalt aufgenommene Hunde gelten als von ihren Haltern gemeinsam gehalten.

Ein zugelaufener Hund gilt auch als aufgenommen, wenn der Hund nicht innerhalb von zwei Wochen beim Ordnungsamt der Gemeinde Kreuzau gemeldet und weitergegeben wurde. Als Hundehalter gilt auch, wer einen Hund in Pflege oder Verwahrung oder zum Anlernen hält, wenn er nicht nachweisen kann, dass der Hund in einer anderen Gemeinde der Bundesrepublik Deutschland bereits versteuert wird oder von der Steuer befreit ist.

Ein bislang nicht besteuerter Hund sollte unverzüglich angemeldet werden. Nach § 9 der Hundesteuersatzung handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder leichtfertig als Hundehalter einen Hund nicht oder nicht rechtzeitig anmeldet. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass eine solche Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Die Steuer beträgt jährlich, wenn

- ein Hund gehalten wird   120,00 EUR
- zwei Hunde oder mehr gehalten werden 180,00 EUR je Hund
- gefährliche Hunde („Kampfhunde“) gehalten werden   960,00 EUR je Hund

Ebenso können Sie auch persönlich den Hund zu den gegebenen Öffnungszeiten im Rathaus anmelden. Abteilung 1.2 Finanzen-Steuern in Zimmer 121 und 122.

Frau Schoeller
Sachbearbeiter/in
Frau Köhsl
Sachbearbeiter/in
Frau Dohmen
Sachbearbeiter/in

Bitte beachten Sie jedoch, die zurzeit geltenden Regelungen zu persönlichen Vorsprachen in der Corona-Pandemie.

Das Identifizierungsdokument (Heimtierausweis/ Impfbuch) des/der Hunde(s) ist vorzulegen.

Im Zuge der Anmeldung erhält der Hundehalter eine Hundesteuermarke. Sie dient als äußeres Zeichen der steuerlichen Erfassung des Hundes. Die Marke ist am Hundehalsband zu befestigen und mitzuführen, sobald sich der Hund außerhalb der Wohnung oder des umfriedeten Grundbesitzes aufhält.

Ordnungsrechtliche Anmeldung eines Hundes

Vorschriften zur Haltung eines „großen Hundes“

Bei der Haltung eines Hundes im Sinne des § 11 Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalen („große Hunde“) ist folgendes zu beachten:

1. Die Haltung eines Hundes, der ausgewachsen eine Widerristhöhe von min. 40 cm oder ein Gewicht von min. 20 kg erreicht, ist von Halterin oder Halter umgehend gegenüber der zuständigen Ordnungsbehörde anzuzeigen. Einen entsprechenden Vordruck „Halteranzeige“ finden Sie auf der Website der Gemeinde Kreuzau unter dem Suchbegriff „Hundehaltung“ oder im Rathaus beim Ordnungsamt.

2. Als Voraussetzung zur Haltung eines großen Hundes sind von der Hundehalterin oder vom Hundehalter gemäß § 11 Abs. 2 LHundG NRW folgende Nachweise zu erbringen

  • Sachkundenachweis
  • Nachweis einer Kennzeichnung des Hundes mittels Mikrochip
  • Nachweis einer aktuellen Haftpflichtversicherung für die Haltung des Hundes

3. Große Hunde sind außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentliche Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen.

Vorschriften zur Haltung „gefährlicher Hunde oder Hunde bestimmter Rassen“

Für gefährliche Hunde oder Hunde bestimmter Rassen (sog. Kampfhunde) gelten eigene Bestimmungen. Die Haltung von solchen Hunden ist zudem erlaubnispflichtig.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an das Ordnungsamt der Gemeinde Kreuzau.

Herr Kubat
Sachbearbeiter/in

Anleinpflicht für Hunde

Auch wenn es viele verantwortungsvolle Hundehalterinnen und Hundehalter in unserer Gemeinde gibt, werden doch gelegentlich beim Ordnungsamt Beschwerden darüber geführt, dass sich einige über die bestehende Anleinpflicht hinwegsetzen.

Ergänzend zu den bereits im LHundG NRW geregelten Anleinpflichten schreibt die Ordnungsbehördliche Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Gemeinde Kreuzau (§ 5 Abs. 1) eine generelle Anleinpflicht für Hunde auf Verkehrsflächen und in Anlagen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile vor.

Somit sind innerhalb der Ortslagen generell alle Hunde an der Leine zu führen.

Außerhalb der Ortslage können sich zudem weitere Anleinpflichten aus spezialgesetzlichen Vorschriften ergeben. So dürfen z.B. Hunde in Waldgebieten aufgrund des Landesforstgesetzes lediglich auf den Wegen ohne Leine laufen; abseits der Wege bestehe eine Anleinpflicht. In Naturschutzgebieten dürfen Hunde generell nur angeleint und auf den vorhandenen Wegen ausgeführt werden.

Verunreinigungen durch Hundekot

Bedauerlicherweise gehen immer wieder Beschwerden über Verunreinigungen öffentlicher Flächen durch Hundekot ein. Teilweise wird auch berichtet, dass Hunde ihre Notdurft in den Vorgärten von fremden Privatgrundstücken verrichtet haben, ohne dass sich der Hundehalter/ die Hundehalterin um die Beseitigung des Hundekots gekümmert hat.

Besonders beliebte „Hunde-Örtchen“ für Gassi-Geher/-innen sind offenbar die Grünflächen entlang von unbefestigten Wegen, die von den Bauhofmitarbeitern und Anwohnern während des gesamten Jahres gepflegt werden. Aber auch unbebaute Privatgrundstücke in den Ortslagen werden gerne und ungeniert als Hundeklo „missbraucht“.

Verschmutzungen durch Hundekot sind unschön, ärgerlich und belästigen die Bevölkerung.

Jeder, der anderen aufbürdet, die Hinterlassenschaften eines fremden Hundes entfernen zu müssen, sollte sich die Frage stellen, wie man selbst reagieren würde, wenn dies immer wieder vorkommt. Dies gilt insbesondere, weil es überall bei Hundebesitzern besonders beliebte Strecken gibt, die gleich mehrmals am Tag begangen werden.

Insbesondere dort, wo Kinder spielen, sind Verunreinigungen durch Hundekot aber nicht nur ärgerlich, sondern möglicherweise sogar gesundheitsschädlich. Der Hundekot stellt nach Expertenmeinung eine nicht zu unterschätzende Infektionsquelle dar. Die Übertragung von Salmonellen, Hundewürmern oder Bandwürmern ist möglich.

Nehmen Sie bitte beim Gassi-Gehen eine Tüte mit, um damit die Hinterlassenschaft Ihres Hundes einzusammeln und ordnungsgemäß im Restmüll zu entsorgen.

Mit dieser Bereitschaft tragen Sie dazu bei, unser Gemeindegebiet sauber zu halten und erfreuen zudem auch Ihre Mitmenschen.

Alle Hundehalterinnen und Hundehalter werden gebeten, sich entsprechend der aufgeführten gesetzlichen Grundlagen einmal selbstkritisch zu hinterfragen und ggf. gleichzeitig ihr zukünftiges Verhalten beim Ausführen von Hunden in der Öffentlichkeit entsprechend zu überdenken.

Erläuterungen und Hinweise

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