Ausstellung im Rathaus Kreuzau

„Bilder im Kopf“ - Ausstellung im Rathaus Kreuzau vom 1. März – 27. April 2018

Die Ausstellung umfasst 18 auf Forex gedruckte Fotografien in der Größe 60x90 cm sowohl im Hoch- als auch im Querformat. Jedes Bild hat einen Titel. Die jeweiligen Titel werden mit Zitaten von den Künstlern untermauert. Titel sowie Zitate sind auf einem kleinen Schild unten rechts neben dem Bild zu lesen.

Zu jedem Bild gibt es zusätzlich eine Bildbeschreibung in Blindenschrift; so dass auch Menschen mit einer Seh­behinderung der Besuch der Ausstellung möglich gemacht wird.

Ein ca. 1,20 m hoher Kopf aus Pappmaché, der mit Fotografien ausgestaltet ist und in dessen Hinterkopf der Betrachter ebenfalls Bilder findet, ergänzt die Ausstellung.

Die Fotografen hatten die Möglichkeit, durch die in der Projektarbeit entstandenen Bilder ihre ganz persönlichen „Bilder im Kopf“, mit denen sie sich täglich auf Grund ihrer psychischen Erkrankung aus­ein­andersetzen - ja teilweise auch quälen - mit anderen zu teilen.

Dem Betrachter der eindrucksvollen Fotografien wird deutlich, wie belastend teilweise die Gedanken der Menschen sind und er kann sich anhand der Bilder gut vorstellen wie gehandicapt jemand durch die Erkrankung und deren Auswirkungen sein kann. Die Betrachtenden können sich dadurch ganz anders einfühlen. In den Fo­to­grafien werden Erlebnisse, sowohl positive als auch negative, von den Fotogra­fen aufgear­bei­tet. In der Konsequenz kam es zu ganz neuen, anderen Gesprächen und Sichtweisen bei den Be­trof­fenen und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so dass es im Arbeitsprozess immer mehr ein Anliegen wurde, mit dieser Thematik und den Ergebnissen der gemeinsamen Arbeit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Die Bilder können dazu beitragen, dass die Mitmenschen mehr verstehen lernen und Hemmun­gen ab­gebaut werden, so dass es möglich wird, offen über psychische Erkrankrangen zu spre­chen. Denn nach wie vor können viele Menschen nicht verstehen, warum es jemandem, der bei­spielsweise mit Depressionen oder einer Psychose lebt, oft schwer fällt, am gesellschaft­li­chen Leben so teilzuha­ben wie ein gesunder Mensch. Betroffene trauen sich oft nicht, psychi­sche Probleme anzusprechen. Auch durch Unverständnis oder Ängste bei Nicht-Betroffenen ist ein Aufeinanderzugehen nach wie vor oft schwierig.

Mit den Fotografien gehen die Mitwirkenden kreativ, offen, barrierefrei und eindrucksvoll auf den Betrachter zu und reichen jedem, der möchte, die Hand. Es wird eine Grundalge geschaffen für eine gemeinsame Auseinandersetzung, die verbindet.

Die Ausstellung war so erfolgreich, dass sie seit der Vernissage noch mehrmals den Ausstel­lungs­ort wechselte:

Kreishaus der Stadt Düren 15.05.2014 bis 29.05.2015

Bürgerbüro der Stadt Düren 11.06.2014 bis 30.06.2014

LVR-Klinik Düren 17.11.2014 bis 07.01.2015

Stadtbücherei der Stadt Düren 12.01.2015 bis 09.03.2015

Kulturfabrik Becker und Funck, Düren 11.03.2015 bis 10.05.2015

SWD Düren Arndoldweilerstraße 1.6.2015 bis 13.8.2015

Sparkasse Düren Geschäftsstelle 17.8.2015 bis 4.9.2015

Firma Westnetz 29.10.2015 bis 27.1.2016
anschließend drei Monate RWE Power Köln                                 

Ausstellungseröffnung am 01.03.2018